Mens Agitat Molem
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Roter Teufel

Mein erstes "Rennboot".

Ich dachte mir, zum anfangen ein günstiges, kleines ARTR Boot aus China, da kann man nicht viel falsch machen. Dacht ich.

 

Zuerst mussten die Akkubänke und der Servohalter aus Holz entfernt werden, da sie nicht wirklich fest waren. Ich habe sie gegen Einbauten aus CFK ersetzt. Dann war das Boot in Weis nicht schön. Darum habe ich es Orange lackiert. Na ja, da bekam ich dann die nächsten Probleme. Ich führe die Probleme nicht im einzelnen auf, aber es hat sich sehr gegen die Beschichtung gewehrt, letztendlich aber verloren. Ready to run.

Das Boot war bis 4S Lipo angegeben. Ich habe 4S LiFePo benutzt. Die erste Fahrt ging keine 3 min. dann ging nichts mehr. Reglerkabel zum Motor war ab. Na gut, meiner Frau zur Reperatur und Kontrolle gegeben. Sie sagte sie habe sehr selten solche Lötstellen gesehen. Und generell war der Regler nicht grade High -End um es mal nett zu sagen. 2`ter Versuch ging auch ca.: 3 min, dann kündigte ein kleines Rauchwölkchen vom Ende des Reglers.

Hatte noch ein altes Antriebsset, einen Kontronik Regler und einen Lehner 1740. Alt, aber funktioniert einwandfrei und passte super zum Boot.

Das Setup lief ganz gut. Zumindest für mich als Anfänger.Irgendwann hatte ich eine Störung in der Funke, wahrscheinlich wegen des Akkuhalters. Mir schlug das Boot, in voller Fahrt, vor meinen Füßen, in das Holz der Uferbefestigung ein. Alle Innerein inkl. Motor mit Halter haben mal geschaut, wie der Bug aussieht. Das Boot hatte schwere Rissbildung im Gelcoat am Unterschiff und auch auf dem Oberdeck. Der Rumpf ansich war aber noch soweit ok.

Im Heck eine Lage Kohlegewebe laminiert. Und alles ordentlich mit Epoxy verklebt.

Bei diesen Bauabschnitt, wurde das Boot zum "Roter Teufel" umbenannt.

Das Boot lief zwar zufreidenstellen, aber nicht so wie ich wollte.

Der Antriebsstrang war nicht gut. Darum hab ich mir einen selber gebaut. Die Welle ist nun 2 fach Kugelgelagert.

Der Antrieb läuft mit den Kugellagern schön leicht.

Bei der Gelegenheit gleich eine ordentliche Motorhalteplatte gebaut. Und alles etwas aufgehübscht.

Das Boot lief zwar immer besser, aber es kam bei aller Mühe nicht das raus, was ich gern gehabt hätte. Es klebte mit dem Heck auf dem Wasser. Beim anlegen eines Lineal zeigten sich erheblich Dellen im Unterschiff. Um das Boot ordentlich zum laufen zu bekommen, musste also das Unterschiff gespachtelt werden. Och nee. Schon wieder alles neu machen. Na ja irgendwie hatte ich dann den Spaß am Boot verloren.

Kleines Video vor dem Spachteln des Unterschiffs.

 

Er kommt zurück.......

 

Nach vielen Problemen mit diesem Boot, sollte es eigentlich in die Tonne. Aber ich konnte mich doch nicht trennen. So habe ich abgebeizt, gespachtelt , geschliffen und nun hängt der Teufel grundiert zum trocknen auf der Leine.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da es vorher schon pur Orange war, sollte es auch diesmal  wieder der gleiche RAL Farbton sein. Nach dem Schliff hängt der Teufel wieder im Garten und trocknet. Eine "Nasen Op" musste ich auch noch machen, da sich die Aufhängeschur gelöst hatte und der Teufel derbe eins auf die Nase bekommen hatte. Ich habe bisher noch kein Boot, das sich von Anfang an so gegen seine Beschichtung gewehrt hatte wie dieses Boot. Alles was schief gehen konnte im zusammenhang mit Spachtel, Grundierung, Füller und Farbe hat das Boot voll ausgekostet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Haube ist unverändert geblieben, leider der angebliche RAL Ton nicht : (

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na ja sieht man auf den Bildern nicht so gut, aber der neue Ton ist deutlich dunkler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Unterschiff habe ich im ges.hinteren Teil neu gespachtelt. Und den Kiel habe ich spitz gestalltet nicht rund.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da das Innere nicht mehr wirklich gut aussah, habe ich aus Resten die noch rumlagen und Epoxy was weg musste, eine "Panzerung" einlaminiert. Das ist viel kräftiger ausgefallen als ich geplant hatte. Und schwere. Dafür aber extem streif ; )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als Hardware habe ich das Vorhande wieder eingebaut. Die Wellenanlage ist Eigenbau mit 2 Kugellagern und Teflondichtung. 3,2 Flexwelle. Ruder und Turnfins sind von TFL.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Motor ist wieder mein alter Recke von Lehner der 1740/11. Er bekommt im Teufel sein Gnadenb(r)oot. Der Regler ist nun ein Roxxy 9100-6. Das Ganze werde ich an 4S betreiben. Ursprünglich wollte ich 2S oder max. 3S mit dem kleinen Boot fahren, aber es wurde mir zu schwer. Von Haus aus nicht grade ein Leichtgewicht, kam noch reichlich Spachtel, CFK, Polyester und Harz dazu. War dann nix mehr mit 2 oder 3S. Und der Motor lag halt noch arbeitslos rum.

 

 

 

Der Deckel ist so geblieben wie ich ihn schon vorher mal gemacht hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für`s Oberdeck gab es noch ein neues Foliendesign.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sobald Wetter und Zeit ist, werde ich den alten Teufel mal wieder aufs Wasser lassen uns schauen wie sich die Restauration so auf dem Wasser macht. Der Teufel soll keine Rekorde brechen oder auch nur in den Bereich einen Mono B fahren können. Er dient als reines Spassobjekt und wenn er seine gute 55 Km/h wieder rennt wie einst, dann bin ich zufrieden.

 

 

Sodele , der Teufel hatte heute das erste Mal wieder Wasser unterm Kiel. Das Boot läuft nun richtig frei, wie sich das für ein Mono gehört. Die Spachtel und Schleifarbeit hat sich gelohnt. Durch das doch recht hohe Gewicht, eh schon von Haus aus jetzt mit dem ganzen Gewebe drin noch schwerer, wir das natürlich kein Superrenner. Aber das Boot geht nun wirklich gut, kann man nicht anders sagen. Schön stabil, richtig schön frei, geht ganz nett ums Eck und alle Komponenten sind recht gelassen. Der Fahrer auch. Ach ja und dicht ist es auch noch. Und man kann es jetzt auch in der Kurve umschmeissen. Mal sehen was noch so an Abstimmung geht.

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Wie es mit der Behringer weitergeht ist hier zu lesen.

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