Mens Agitat Molem
Mens Agitat Molem

Gunpower Edge Umbau

Die  Edge kommt mit Diopter und Korntunnel, in einem recht kleinen Karton.

Schön ist, das sie in einem zugeschnittenem Schaumstoff liegt, der dazu noch vorgeschnittene
Fächer bereithält. Könnte so direkt in einen Koffer gelegt werden.

 

Das Konzert der Edge ist recht simpel gehalten. Die Kartusche beinhaltet den Regulator und dient als Hinterschaft. Im Stangenprofil befindet sich das Verschlußstück, der Schlaghammer, die Feder und die Abzugseinheit, sowie der Lauf.



Das Diabolo wird direkt in den Lauf gesteckt und mit dem Verschlußstück verschlossen. Es befindet sich ein recht kurzer Lothar Walther Lauf, der mit Ringen im Profil befestigt ist. Der Schlaghammer schlägt nach dem Auslösen auf das Verschlußstück und öffnet so das Ventil der Regulatorkammer. Man spannt also „falsch herum“. Mit dem öffnen des Verschlußstücks, spannt man dieFeder. Auch die Entspannung der Feder wirkt zum Schützen hin.



Alles in allem ist das System eine ideale Grundbasis für Umbauten.

 



Die Laufverlängerung mit dem Korntunnel ist mit 4 Madenschrauben im System verschraubt. Konnte also einfach abgenommen werden. Da die Edge recht laut ist und sowieso ein Laufabschluss her musste, habe ich nach einem Schalldämpfer gesucht. Ein Freund hatte mir mal einen Schalli von einer Röhm geschenkt, der für meine anderen Waffen viel zu schwer und groß war. Für die Edge passte er wie gewachsen. Also flux einen passenden Adapter gedreht und den abnehmbaren Schalli mit den orig. Madenschrauben im System fixiert.

Der orig. Griff war für mich nicht so der Brüller. Hatte mich schon nach Griffen umgeschaut, als Sven mir einen CNC gefrästen Schaft aus MDF für die Edge gegeben hat.

Als erstes habe ich die beiden Hälften aus der Platte geschnitten. Dann mit einer Kreissäge den Grad oben entfernt und eine Referenzkante geschaffen. Weiter mit der Kreissäge und der Oberfräse die Systemeinschnitte hergestellt.

 

Das verleimen von MDF ist etwas tricky, da sich die Platten beim anziehen der Zwingen gegeneinander verschieben. Habe daher kleine Nägel in eine Seite geschlagen und diese dann kurz abgeschnitten. Die beiden Hälften per Hand zusammengedrückt. So sind eine Art kleine
Passstifte endstanden, die ausreichten um die Platten recht passgenau zueinander zu halten.

 

Nach dem verleimen, habe ich die Grate beigeputzt und den Schaft verschliffen. Vorne wird der Schaft mit 2 M5 Schrauben gehalten. Die Gewinde sind im System vorhanden. Es hätte auch eine gereicht, aber es waren halt 2 Gewinde da.

Hinten am Schaft wurde es schon etwas kniffliger. Aber auch hier fand ich eine einfache Lösung. Ein 10mm Rund habe ich mit einem M4 Gewinde versehen und mit einer Unterlegscheibe einen Bund geschaffen. War zu faul das Teil zu drehen.

Nun greift eine M4 Schraube durch den Schaft in den Bolzen und der Schaft sitzt bombenfest.

 

Dann folgte die Beschichtung mit 5 Schichten schwarz gefärbtem Epoxidharz. Mit den jeweiligen Trochnungszeiten und Zwischenschliffen bedeutet das einen Woche Arbeit.

Nach dem letzten Feinschliff, habe ich den Schaft mit Kunststoffärbemittel mattschwarz eingefärbt. Der Schaft ist Bretthart, leicht und bisher Abriebfest und Witterungsbeständig.

Nun konnte das Ende mit der Klammer an der Kartusche und der Plastik Wangenauflage nicht bleiben.

Sven hat mir auf der CNC aus 10mm Alublech 2 Ringe gefräst.

Die Ringe wurden mit einer 5mm Aluplatte verschraubt. Darunter sitzt ein 10x10mm Aluriegel. Dieser nimmt, mit 2x M4 Schrauben, einen 30x30mm Aluklotz auf. Ich habe oben eine 10x10mm Nut gefräst und die Gewinde für die M4 Schrauben geschnitten. Ferner 2x 14mm Bohrungen gesetzt mit je einer Madenschraube zum Sichern der Stangen versehen. Dann die beiden 14mm Stangen gedreht, die Schaftkappenplatte geschnitten und eine FWB Schaftkappe verbaut.

Die Wangenauflage habe ich aus Alulochblech gebogen und mit 2 Lagen Kohlefaser laminiert. Für alle Teile habe ich Reststücke verwendet. Daher auch der Faserverzug in den Kohlefasermatten, Restekiste eben.

In der Zwischenzeit sind die restlichen Teile noch schwarz geworden.

Um die Waffe besser ablegen zu können, habe ich noch ein kleines Walther Zweibein verbaut. Zur Aufnahme des Zweibeins habe ich eine billige 11mm auf Weaverschiene verbaut.

Jetzt musste noch ein Monopod her, damit die Waffe nicht auf der Schaftkappe steht. Auch hier habe ich nur Reste verwendet. Sieht aber ganz nett aus und erfüllt seinen Zweck. Der Verstellbereich ist zwar nicht riesig, sollte aber ausreichen.

Noch ein Käppchen für den Befüllnippel aus POM gedreht, der sich mit der Rändelschraube schnell abnehmen lässt.

Es gibt 3 ins Profil eingefräste Positionen für den Kammerstängel:Verschlossen, Sicher, und Trockenabzug. Da diese Einfräsungen auf beiden Seiten vorhanden sind und das
Verschlußstück den Kammerstängel beidseitig aufnehmen kann, ist die Edge eine echte rechts/links Waffe.

Das ZF ist ein Hawke Sidewinder 8,5 – 34 x 56 auf Waevermontagen und einer neigbare Weaverschiene.





Sehr angenehm ist das kleine Packmaß. Endlich keinen riesig langen Koffer mehr schleppen.

Mal schauen was mir zu der Edge noch so alles einfällt. Dann werde ich den Bericht fortführen.

Aktuelles

Der Übersicht wegen ist der chronologische Verlauf unter New`s zu finden.

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++++FOR SALE++++

18.07.2017

Mein kleiner Reform 1 hat mich verlassen. Bericht dazu.

09.06.2017

Schon länger habe ich hier nichts mehr geschrieben. Wenig Zeit für Hobbys im Moment. Ein keines Projekt Kleiner Schraubstock habe ich eingefügt und eine neue Lustige Bedienungsanleitungen

 

 

25.02.2016

Wie es mit der Behringer weitergeht ist hier zu lesen.

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