Mens Agitat Molem
Mens Agitat Molem

Yamaha THR II

Nach dem Kauf der ersten, echten E-Gitarre stelle sich schnell die Frage, womit sollte man sie zu Gehör bringen ?

Zuerst versuchte ich es über den Rechenknecht. Ich nutze schon seit sehr langer Zeit Cubase und das hat eine Amp Simulation an Bord.

Gesagt, getan. Entäuscht : ( 

Nee, das ging gar nicht. Es ließ sich kein anständiger Sound erzeugen. Und jedes mal den Rechner an werfen, irgendwie war das nicht das Gelbe vom Ei.

Wie immer folgten lange Abende mit dem Tablet auf der Suche nach geeignetem Verstärkermaterial.

Fest stand, einen Topamp mit Box wollte ich nicht. Das passt weder in die Bude noch brauchte, wollte ich solch ein Monstrum. Ich hatte noch meinen fast mannhohen Bassturm vor Augen. 

So stieß ich dann schnell auf Modeling Amps. Ah ha, ein Röhrensimulator.

Vorteil, selbst bei geringer, zimmertauglicher Lautstärke, sollte er seinen vollen Röhrensound dem geneigten Musikanten ins Ohr säuseln. Und das sogar mit einer vielzahl an unterschiedlichen Amps. Fein, aber taugt das. 

Weiter lesen. Der Markt bot schon diverse Modelle feil. Letzendlich fiel mein Blick auf die Desktop Modelle.

Hängen geblieben bin ich dann am Yamaha THR II

Das kleine Henkelmännchen schien alle meine Anforderungen zu erfüllen. Es wurde von diversen Kennern der Materie als Gut befunden, der Preis lag zwar am oberen Rand, dessen was ich bereit war für so ein kleines Teil auf die Theke zu legen, aber nun gut. Yamaha macht das mit der Musik ja auch nicht erst seit Gestern und steht im Ruf zu wissen was sie da anbieten.

Dann geordert den Kleinen. 

Mit 37 x 18 x 14 cm und keine 3 Kg schwer gibt es wenig Probleme eine Ort zum Austellen zu finden. Das Gehäuse ist aus dickem, kräftigen Kunststoff. Der Henkel ist aus Metall, wie auch die Klinkenbuchse des Input, das war es aber schon an Metall, der Rest ist eben Kunstoff, welcher aber durchaus wertig ist. 

Auf der Geräterückseite ist der USB Anschluss und die Stromversorgung.

Oben links der Einschaltknopf mit Rot leuchtendem Rand. Beim Einschalten leuchten 2 LED in gedämpften Rot hinter dem Gitter der Front und gaukeln im Gehäuse werkelnde Röhren vor. Ok, warum nicht, sieht bei gedämpftem Licht ganz nett aus, lässt sich aber nicht abschalten.

Darunter befindet sich das kleine Runde mini Display. Es zeigt den Gewählten Speicherplatz an. Mit der Taste rechts daneben, kann man zum Tuner schalten. Rudimentär, aber durchaus brauchbar, der Tuner. Ferner kann man damit wohl auch das Tempo von Echo Effeken einstellen, hab ich noch nie gemacht. Auch lässt sich damit eine extendet Stereo Einstellung tätigen, welche die Eingangssignale breiter in den Raum stellt. Ist mir erst jetzt aufgefallen, muss ich mal testen.

Links oben gibt es 5 Tasten um die dort gespeicherten Presets ab zu rufen.

Der drunter liegenden  Drehknopf lässt die Wahl von 5 Amps, sowie Bass, Akustik und Flat, in der jegliche Simulation ausgeschaltet ist. 

Bei diesem Modell müssen die 3 Gruppen, aufgeteilt in Classic, Boutique und Modern, in der App umgeschaltet werden. Das geht nicht direkt am Gerät selber. Das geht nur beim " Großen " THR30 II. Es stehen somit 15 Verstärkertypen zu Verfügung. Puls je 3 unterschiedliche Bass, Akustik und  Flat Simulationen. Sollte reichen.  

Die Drehregler bis Treble bedürfen ja keiner Erklärung. Die beiden daneben liegenden Drehregler sind für die Effekteinsteuungen. Aber die stellt man besser über die App ein, das es wenig Kontrolle gibt.

Die beiden Regler rechts steuern das Ausgabevolumen vom Insturment und eventuell eingespeißter Musik.

Der Klinkeninput für das Instrument ist in 6,35 , der Kopfhörer und Aux Eingang leider nur in 3,5 Stereo ausgelegt. 

Das war es schon, was man am Gerät einstellen kann.

Das Bild der Remote App. 

Die App funktioniert sowohl per USB auf dem PC als auch per BT auf dem Smartphone. Wer das Smartphone nutzt, muss den Standort frei geben, sonst funzt das nicht. Finde ich jetzt nicht so doll. Warum sollte ich gestatten, das mein Standort angegeben wird um mein Gerät zu nutzen. Nun ist aber so. Warum auch immer.

Wo ich gerade dabei bin. Es lässt sich Musik über 3 Wege einspeisen. 1x über den Aux, dann über USB und per BT. 

Raus geht es über den Lautsprecher, den Kopfhörerausgang oder per USB.

Man kann z.B. einen Track per USB einspeisen und zusammen mit dem Instrument per Lautsprecher oder Kopfhörer ausgeben.

In der App lassen sich oben links die Ampsimulationen schalten. Hier dann auch auf den Reitern Modern, Boutique und Classic. Dann kommen die Tonknöpfe. Rechts davon befindet sich die Auswahl der simulierten Boxen.

Es gibt 7 - 4x12 / 5 - 2x12 / 3 - 1x12 / 1 - 4x10 zur Auswahl oder Bypass.

Als Effekt stehen Compressor, Gate, zur Verfügung. Dann kann man wählen ob man Chorus - Flanger - Phaser -Tremolo möchte. Aber nur eins davon, also entweder oder. Das Echo kann man auf Tape oder Digital schalten, das Reverb bietet Spring-Room-Plate-Hall. 

Ganz oben links, wo die 3 Zupfinsturmente abgebildet sind, gelangt man in die Speichersektion. Man kann von dort aus auf die Werkspresets, selber gespeicherte Einstellungen zugreifen und diese auf die 5 Speicherplätze des Gerätes verteilen. Ein Backup speicher und laden.

Dann stehen noch ein paar Auswahlmöglichkeiten für den USB AUsgang zur Verfügung. Der Mix Audio/Instrument dann die Lautstärke von USB Out oder das Siganal trocken zum USB Empfänger zu leiten. Ach ein EQ für das Streaming steht auch zur Verfügung. 

Puh, ich hoffe ich hab nicht vergessen. War mir gar nicht bewusst, das so viele Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Aber wenn man es aufschreibt, ist es doch enorm, was die kleine Kiste bietet.

Sound:

Erstaunlich kräftig der Kleine. Reicht um zu Hause ordentlich Krach zu machen. Musikwiedergabe ist allerdings relativ, da nehm ich lieber die Abhöre. Das Instrument kommt aber gut rüber.

Da Line 6 zum Yamaha Konzern gehört, sind die Simulationen alle von Line 6. Sie klingen alle Gut. In wie weit sich die Simulationen den realen Amps annähern, kann ich nicht beurteilen. Ich hab ja keinen der Echten zur Hand.

In der Praxis benutze ich nur 4 Sounds. Einen für Blues Jazz, einen für Bluesrock, dann einen für Hardrock und einen für Metal. Bis auf den Blues höre ich fast ausschließlich über Kopfhörer und speise den Backtrack über USB ein.

Aufnahmen gestallten sich etwas problematisch. Da Cubase nur 1 Interface per USB akzeptiert und ich lieber mein Interface nutze, bleibt nur der Kopfhörerausgang. Ich hatte eine Zeit lang ein Steinberg Interface. Obwohl ja auch Steinberg zu Yamaha gehört, war es nicht möglich, den THR per USB unter Cubase zum laufen zu bekommen, sobald das Interface vorher  angeschlossen war. Nur wenn man den Treiber löscht, neu läd, dann den THR anbindet funktioniert das. Sobald ein mal das Interface angeschlossen war, erkennt der Treiber den THR nicht. Seltsames Verhalten. 

Über den Kopfhörerausgang geht es aber schon. Warum dieser als 3,5 Klinke ausgelegt ist, entzieht sich meinem Verständnis. Die meisten Musiker haben keine Kopfhörer mit kleiner Klinke. 

 

 

 

Fazit:

Der THRII erflüllt in fast allen Punkten das, was man von ihm erwartet. Und mehr. Es stehen so viel Varianten zur Verfügung, das man sich lange damit beschäftigen kann. Es sollte ein jeder seinen Sound finden können. Das das Gerät nicht mit einem mehrere tausend Euro teuren Röhrenamp gleich ziehen kann, nimmt man ihm nicht wirklich krumm. Auch das er gegen einen strammen Schalgzeuger und Bassisten mit 400 Watt nicht zu hören ist, geschenkt, dafür ist er nicht gedacht. Er gibt aber im Rahmen seiner Möglichkeiten alles. 

Als Übungsamp, im Heimstudio ist der THR wirklich gut. Als Recordinglösung taugt er nur bedingt, finde ich.

Für mich eine gute Lösung um das tägliche Spielen schnell und unkompliziert zu machen. Nimmt wenig Platz ein, klingt gut.

Aktuelles

Der Übersicht wegen ist der chronologische Verlauf unter New`s zu finden.

For Sale Spear Alnico 5 Humbucker

Lehner Motoren-Preissenkung Agitator

++++FOR SALE++++

Gitarren Projekt Dark Knight begonnen

04.01.2022

Neue Rubrik 16.12.2021

Garderobe für die Motorradkleidung 16.12.2021

Crown 300 S Separator für FWB 300 S

08.08.2020

Wabeco f 1210 Fräsmaschine ist eingezogen

31.01.2020

Neue Rubrik eingefügt. Was es so zu meinen Maschinen zu sagen gibt. Dazu die (fast ) Unendliche Geschichte des Zahnriemens Allgemein zu meinen Maschinen oder warum es manchmal nicht weiter geht.

 

12.10.2019

HW 100 FT Rechtshänder  Finaler Umbau

16.06.2019

Nach langer Zeit wieder ein Laufabschluss für eine 300s.

18.07.2017

Mein kleiner Reform 1 hat mich verlassen. Bericht dazu.

09.06.2017

Schon länger habe ich hier nichts mehr geschrieben. Wenig Zeit für Hobbys im Moment. Ein keines Projekt Kleiner Schraubstock habe ich eingefügt und eine neue Lustige Bedienungsanleitungen

25.02.2016

Wie es mit der Behringer weitergeht ist hier zu lesen.

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